#185 So bin ich eben! Wirklich? Klesha 1: Avidyā

Shownotes

Mit dieser Folge beginnt eine neue Serie über die fünf Kleshas aus Patañjalis Yoga-Sūtra. Den Anfang macht Avidyā, das Nichtwissen.

Wie oft reagieren wir aus Gewohnheit und glauben schon zu wissen, was zu uns passt? Ich frage mich, was geschieht, wenn wir vor einem vertrauten Ja oder Nein kurz innehalten: Was fühle ich gerade wirklich? Und gilt das, was ich bisher über mich wusste, heute noch?

Eine Folge über alte Selbstbilder, kleine Momente des Hinspürens und die Möglichkeit, sich immer wieder neu kennenzulernen.

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00:00:00: So bin ich eben.

00:00:02: Diese Aussage hören wir manchmal oder womöglich benutzen wir diesen Satz auch gerne selbst, wenn es darum geht eine bestimmte Reaktion zu erklären aber wissen wie das wirklich wer wir sind?

00:00:16: Oder verändert sich das womöglich?

00:00:18: Lass uns doch mal im Yoga Sutra bei den Kleschas nachschauen.

00:00:23: Das sind Muster, die uns unter Umständen Leid zufügen können und das Verrückte immer wieder im Yoga-Sutra ist es diese Texte, die über zweitausend Jahre alt sind – diese Inspirationen, die wir dort bekommen, immer noch abaktuell sind!

00:00:38: Also lasst uns einsteigen eine neue Serie über die Kleschers und wir starten mit Avitya was so viel bedeutet wie nicht wissen?

00:00:48: Also, los geht's.

00:00:49: Ich bin Evelyn, Gründerin des Urban Yoga Brems und ich freue mich ließig, dass du eingeschaltet hast.

00:01:00: Kleschas – das kommt da so ganz unschuldig daher!

00:01:03: Das Wort klingt was vollmundig und lecker doch Kleschas lässt sich eben mit Leid oder auch Bedrängnis übersetzen.

00:01:11: Patania Schali beschreibt im Yoga Sutra fünf Kleschaes also fünf innere Muster die uns Leid zufügen können.

00:01:19: Deshalb lohnt sich doch da mal ganz genau hinzuschauen, weil wir eben wissen wie aktuell das alles noch sein kann.

00:01:25: Und dass nicht um uns irgendwie zu optimieren sondern um diese Muster zu erkennen und zu akzeptieren und vielleicht etwas zu verändern.

00:01:33: So können wir dann wohl möglich entspannter durchs Leben gehen.

00:01:38: also es gibt fünf Kläschers und irre wir starten mit Nummer eins.

00:01:41: wer hätte das gedacht ne?

00:01:44: Ja so bin ich.

00:01:45: eben diesen Satz höre ich immer wieder und auffällt er, wenn jemand von einer Reaktion oder eben eine Gewohnheit erzählt.

00:01:55: Bei solchen Einladungen sage ich immer nein!

00:01:58: Ich übernehme solche Aufgaben eben.

00:02:02: Veränderungen machen mich nervös.

00:02:06: Ja natürlich sind solche Erfahrungen echt doch manchmal lohnt es sich bei dem Wort immer Noch mal kurz innezuhalten.

00:02:15: Vielleicht werde ich zu etwas eingeladen, dass ich bisher immer abgelehnt habe!

00:02:21: Mein erster Gedanke lautet dann natürlich das ist nichts für mich.

00:02:25: Doch wenn ich einen Moment warte spüre vielleicht auch Neugier.

00:02:30: Sage ich immer wieder so eine Aufgabe wie gewohnt ja?

00:02:36: Aber wenn ich hier auch genauer hin spüre, merke ich dass ich heute wohl möglich viel zu müde bin und keine Kraft dafür habe.

00:02:44: Ja unsere Gewohnheiten geben einfach schnelle Antworten.

00:02:49: was sich in diesem Moment aber tatsächlich fühle und erfahre das weiß Ich erst wenn nicht kurz innehalte.

00:02:57: Vielleicht bleibt es bei dem nein oder Es wandelt sich zu einem ja.

00:03:03: vielleicht fällt eben meine antwort Heute oder diesmal anders aus.

00:03:10: Ja, Avidya das erste Kläscher!

00:03:13: Das Wort bedeutet ebenso viel wie Nichtwissen- oder Unwissenheit und Patanjali beschreibt damit unter anderem dass wir etwas wandelbares oft für dauerhaft halten und deswegen greift Avidja vielleicht schon in so kleinen Momenten eben wenn ich davon ausgehe dass eine vertraute Reaktion auch heute noch zu mir passt ohne Nacht zu spüren.

00:03:40: Ich weiß natürlich, wie ich bisher oft gehandelt habe.

00:03:44: Aber weiss ich auch was ich jetzt möchte oder brauche?

00:03:50: Eine Frage könnte mich dabei begleiten.

00:03:53: Was spüre ich gerade bevor ich wie gewohnt antworte?

00:03:59: Ich muss die Antwort nicht sofort verstehen oder etwas verändern aber ich kann zuerst einmal wahrnehmen und dann entscheiden!

00:04:08: Das braucht wir alles Übung Denn gewohnte Antworten sind oft schneller als meine Aufmerksamkeit.

00:04:41: Genau wie Parvita Trikon Asana, das gedrehte Dreieck.

00:04:46: Da muss ich schon immer wieder ganz genau hinspüren und mich neu ausrichten – was geschieht wenn ich nicht an einem Bild der richtigen Haltung festhalte sondern wahrnehmen wo ich heute die Stabilität dafür finde.

00:05:01: oder auch in Bahat Bajasana.

00:05:04: Das ist eine Form des Dresets, unsere Beine ein wenig anders gehalten werden als wir es vielleicht kennen.

00:05:12: Beide Seiten können sich auch unterschiedlich anfühlen.

00:05:15: Und auch hier kann ich meine Erwartungen zurücknehmen und beobachten, wie SS auf dieser Seite in diesem Moment.

00:05:25: Als ätherische Öle habe ich zwei mitgebracht zum einen Rosemary.

00:05:30: Hier finden wir diesen kautigen Duft... Wachheit und ich kann mir selbst begegnen, vielleicht mit einer ganz neuen Klarheit auch.

00:05:40: Und genauso auch mit der Zitrone oder mit Lemon.

00:05:44: Sie erinnert mich auch daran neugierig zu bleiben und vertraute Antwort auch einmal zu hinterfragen.

00:05:52: Mein persönliches Resümee Wenn nicht über einzelne Gewohnheiten Nachdenke komme ich irgendwann zu einer größeren Frage gibt es für mich überhaupt ein endgültiges, so bin ich eben.

00:06:11: Natürlich gibt es Dinge die ich gut an mir kenne aber ich verändere mich und auch die Umstände meines Lebens verändern sich.

00:06:20: eine Reaktion die früher hilfreich war muss heute nicht mehr die passende sein.

00:06:26: vielleicht beschreibt eine Gewohnheit wie ich oft gehandelt habe Aber Nicht alles was Ich Bin.

00:06:34: Ich möchte mir deshalb den Auftrag geben, meine vertrauten Reaktionen ab und zu zu überprüfen.

00:06:40: Wann sage ich sofort ja oder nein?

00:06:43: Wann halte ich etwas für unmöglich nur weil ich es bisher nicht getan habe?

00:06:49: Und was fühle ich wenn ich mir vor meiner Antwort ein Moment Zeit

00:06:54: lasse?".

00:06:56: Vielleicht entscheide ich mich dann genauso wie bisher – vielleicht entdecke ich etwas Neues!

00:07:03: Ich muss nicht schon wissen, welche Antwort die richtige ist.

00:07:07: Ich möchte offen bleiben für das was ich über mich heraus finde und so kann es nicht wissen vielleicht auch eine Chance für das neue Wissen

00:07:19: werden.".

00:07:22: Reflektionsfragen für dich Bei welcher Gelegenheit?

00:07:28: antworte ich häufig ganz automatisch.

00:07:34: Und was spüre ich, wenn ich vor dieser Antwort ein Moment innehalte?

00:07:42: Welche Gewohnheit war einmal hilfreich für mich und ist sie es heute noch?

00:07:50: Wann habe ich mich zuletzt mit meiner eigenen Reaktion überrascht.

00:07:58: Und was bedeutet der Satz?

00:08:01: So bin ich eben – für mich!

00:08:05: Ich danke dir das du Zugehörterst bis ganz zum Schluss.

00:08:09: Und freue mich natürlich wie immer über Kommentare, über ein Abonnement und vielleicht auch eine weiterführende Bewerbung also dass du einer Freund oder einem Freundin genau diesen Podcast schickst.

00:08:23: das wäre großartig und es unterstützt mich so genau!

00:08:27: Also vielen Dank noch einmal fürs zuhören.

00:08:30: und bis zur nächsten Woche ciao und tschüss deine Evelyn.

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