#183 Was, wenn ich gar nicht weiß, was ich will?
Shownotes
Manche Entscheidungen sind ganz einfach. Und bei anderen drehen wir uns mit all unseren guten Argumenten immer wieder im Kreis.
Was will ich eigentlich wirklich? Spricht da gerade meine Vernunft, meine Erfahrung oder meine Angst? Und was ist mit diesem leisen Gefühl, das mich in eine Richtung zieht, obwohl ich gar nicht genau erklären kann, warum?
In dieser Episode geht es um Svadhyaya, das Selbststudium im Yoga, um die Frage, wer uns bei unseren Entscheidungen eigentlich berät – und darum, ob Freude, Vertrauen und Fülle vielleicht ein bisschen öfter mitentscheiden dürfen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich sitze im Restaurant und vor mir die Speisekarte mit den tollsten Köstlichkeiten.
00:00:07: Ja, es gibt so vieles was Einfluss auf meine Entscheidung hat.
00:00:11: also woher soll ich denn jetzt bloß bitte wissen was ich gerne möchte?
00:00:16: Da gibt es zum Beispiel die Pasta.
00:00:18: die ist hier doch immer so lecker.
00:00:21: außerdem möchte ich gern etwas Neues ausprobieren.
00:00:23: Mein Körper würde sich vermutlich eher über etwas Frisches freuen.
00:00:27: Ja, und dann ist da noch der Fisch die Spezialität des Hauses und ebenfalls ziemlich verlockend.
00:00:32: also woher soll ich jetzt bitte wissen was ich nehmen soll oder besser gesagt wo her weiß Ich was ich wirklich möchte?
00:00:40: ja vielleicht kennst du diese Situation Und im Restaurant?
00:00:43: das ist natürlich nur ein ganz einfaches Beispiel um rauszufinden Was alles Einfluss auf unsere Entscheidungen hat.
00:00:52: Also schauen wir doch mal, ob wir im Yoga-Sutra einige Impulse finden.
00:00:56: Die uns hier vielleicht an ein Ziel bringen oder auch nicht und welche Yoga aushanderts uns in diesem Thema unterstützen können.
00:01:04: Welche ätherischen Öle wir benutzen können?
00:01:07: Ich bin Evelyn die Gründerin des Urban Yoga und lasst uns direkt loslegen mit dem interessanten und spannenden Thema.
00:01:24: Den Entscheidungen, die möglicherweise unser Leben verändern wird es natürlich nochmal sehr viel komplexer.
00:01:32: soll ich bleiben oder gehen, möchte ich etwas verändern?
00:01:36: Oder eigentlich doch nicht.
00:01:39: Soll ich die Chance nutzen, obwohl ich nicht weiß wohin sie führt.
00:01:44: ist das was ich gerade lebe noch das was Ich möchte?
00:01:48: ja plötzlich geht es nicht mehr um Pasta oder Fisch.
00:01:51: Die möglichen Auswirkungen unserer Entscheidung sind größer und damit wächst eben auch oft unser Wunsch unbedingt die richtige Entscheidung zu treffen.
00:02:01: also fangen wir an nachzudenken.
00:02:04: Was spricht dafür?
00:02:05: Was dagegen?
00:02:07: Was wäre vernünftig, was könnte passieren?
00:02:11: Wen könnte ich fragen – wer kennt sich damit aus und was wenn ich mich jetzt falsch entscheide?
00:02:18: Also wie um Himmels Willen finde ich heraus, was ich wirklich will!
00:02:24: Vielleicht ist, was Ich will gar nicht die erste Frage.
00:02:29: Im Yoga gibt es den Begriff von Svadhyaya Gehört zu den fünften Jamas, die Patanjali im Yoga Sutra beschreibt.
00:02:37: Swatiaya wird häufig mit Selbststudium – selbst Erforschung oder dem Studium des Selbst übersetzt und vielleicht kann uns genau das bei unserer Frage helfen?
00:02:50: Wir fangen erst einmal an zu beobachten wer in uns eigentlich alles mitentscheidet!
00:02:57: Also, gehen wir nochmal zurück zu der Speisekarte.
00:03:00: Da ist meine Neugier also probiere doch mal was neues!
00:03:04: Dann meine Erfahrung – die Pasta war letztes Mal richtig gut.
00:03:08: Die Vernunft möchte ich auch etwas beitragen.
00:03:11: Etwas Frisches würde dir heute eigentlich gut tun.
00:03:14: und dann kommt noch meine Vorstellung dazu Wenn du schonmal hier bist solltest du doch wenigstens die Spezialität des Hauses probieren.
00:03:22: Vier Stimmen für Argumente und irgendwo dazwischen sollen uns dieses eindeutige Gefühl auftauchen, das will ich.
00:03:31: Bei den großen Fragen unseres Lebens wird es natürlich nicht übersichtlicher – da mischen sich ebenfalls unsere Erfahrungen, Gewohnheiten, Erwartungen und Vorstellungen davon wer wir sind oder wer wir gerne wären mit ein.
00:03:47: Dazu kommt dann noch die Vernunft, die Verantwortung Swatiaya könnte bedeuten, all das zunächst einmal wahrzunehmen.
00:03:58: Also nicht sofort zu entscheiden welche Stimme recht hat sondern mich selbst beim Wollen zu beobachten.
00:04:08: Vielleicht stelle ich dabei irgendwann eine ziemlich unbequeme Frage.
00:04:15: Möchte ich das wirklich oder möchte die Person sein, die so etwas möchte?
00:04:21: Denn das ist nicht unbedingt dasselbe.
00:04:25: Aber wie spüre ich denn eigentlich, wohin es mich zieht?
00:04:30: Vielleicht kennst du auch diese Situationen – Du kannst wunderbar erklären was für Möglichkeit A spricht!
00:04:39: Ist vernünftig sicher nachvollziehbar, wahrscheinlich würden dir auch die meisten Menschen dazu raten und trotzdem zieht dich irgendetwas zu Möglichkeit B. Warum?
00:04:52: Keine Ahnung.
00:04:53: Und genau das macht es so schwierig!
00:04:57: Wir sind es gewohnt, Entscheidungen zu begründen – wir sammeln Argumente wegen ab, schreiben vielleicht sogar Pro- und Kontralisten und fragen andere nach ihrer Meinung.
00:05:08: Das alles kann sehr hilfreich sein aber manchmal bleibt da etwas, dass nicht so einfach in Worte zu fassen ist… ein leises Gefühl von «da möchte ich hin».
00:05:21: Und wie können wir dieses Gefühl überhaupt wahrnehmen?
00:05:25: Vielleicht beginnt es damit, für einen Moment nicht nach einer Begründung zu suchen.
00:05:31: Ich kann mir die unterschiedlichsten Möglichkeiten vorstellen und beobachten was passiert.
00:05:39: Bei welchem Gedanken entsteht Neugier?
00:05:43: Wann spüre ich Vorfreude?
00:05:47: Welche Möglichkeit taucht immer wieder auf obwohl ich sie schon mehrfach bei Seite geschoben habe?
00:05:55: Gibt es bei mir eine Vorstellung, ein Gefühl von Weite, Lebendigkeit oder Energie?
00:06:03: Oder vielleicht gar nichts davon.
00:06:06: Vielleicht ist der Ost auch nur einfach dieses schwer zu Erklärende – oh ja!
00:06:12: Es muss gar kein Feuerwerk sein.
00:06:14: Manchmal ist das nur ein ganz leises Ziehen.
00:06:17: Das Problem ist nur unser Kopf kann ziemlich laut sein.
00:06:22: Kaum taucht er dieses Leise da möchte ich hin auf, meldet sich häufig jemand anders unser Kopf und der kann ziemlich überzeugend sein.
00:06:32: Besonders dann wenn Angst mit am Tisch sitzt – denn die Angst hat meist sehr gute Argumente!
00:06:38: Sie kann mir genau erklären was alle schief gehen könnte, warum jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist?
00:06:45: Was ich verlieren könnte und warum die anderen Möglichkeiten viel vernünftiger wären….
00:06:51: Und wenn das noch nicht reicht, finden sich bestimmt auch ein paar Erfahrungen aus meiner Vergangenheit die eurer Argumente zusätzlich unterstützen.
00:07:00: Das Schwierige daran?
00:07:02: Vieles davon stimmt sogar!
00:07:04: Natürlich kann etwas schiefgehen – natürlich kann ich mich täuschen und selbstverständlich können Entscheidungen Konsequenzen haben, die ich heute noch nicht überblicke.
00:07:15: Und vielleicht sollten wir deshalb auch gar nicht versuchen, Angst und Verstand zum Schweigen zu bringen….
00:07:21: Beide haben ihren Platz, denn Angst kann uns schützen.
00:07:24: Unser Verstand kann Risiken erkennen.
00:07:27: Erfahrungen können uns davor bewahren den selben Fehler immer wieder zu machen.
00:07:34: Aber sollten sie deshalb automatisch unsere Ratgeber sein?
00:07:39: Was ist denn mit Liebe Vertrauen und Fülle?
00:07:43: Gehen wir noch einmal zurück zur Freude, zur Neugier und zudem das manchmal kaum Erklärbare?
00:07:49: da ist dieses Gefühl von.
00:07:51: Da möchte ich hin Denn wenn Angst ziemlich gute Argumente hat, wie machen sich dann eigentlich Liebe, Vertrauen und Fülle bemerkbar?
00:08:02: Vielleicht ganz anders.
00:08:04: Vielleicht brauchen sie gar keine Argumnte!
00:08:07: Sie zeigen sich möglicherweise eben eher in dieser Freude als Neugier oder als ein Gefühl von Weite oder dieses Leiseziehen das immer wieder auftaucht.
00:08:20: Und vielleicht dürfen wir all das bei einer Entscheidung genauso ernst nehmen wie das, was unser Kopf uns ziemlich überzeugt vorrechnet.
00:08:30: Nicht weil es automatisch richtig ist – auch nicht, weil es sich alles, was sich gut anfühlt, später als gute Entscheidung herausstellt!
00:08:40: Vermutlich gibt es bei vielen Entscheidungen dieses eine richtig oder schalsch sowieso nicht….
00:08:47: Aber wir können genauer hinschauen ….
00:08:50: wer spricht da an mir?
00:08:52: Ist es meine Angst ?
00:08:54: Meine Erfahrung Mein Wunsch nach Sicherheit, eine Erwartung die ich erfüllen möchte?
00:09:02: und wo spüre ich Freude neugiert oder eben dieses Ziehen?
00:09:08: Und vielleicht bringt uns genau das unserem Das-willig ein bisschen näher.
00:09:14: Alles darf mit in die Wagsschale!
00:09:17: Und vielleicht darf am Ende sogar einen Wunsch übrig bleiben für den wir wirklich keine guten Argumente haben – nur dieses Gefühl Das will ich.
00:09:32: Ja, welche Assanas!
00:09:35: Auf der Yoga Mathe wird es spannend denn wer berät mich in einer Haltung?
00:09:40: Genau da können wir ganz viel über uns lernen.
00:09:43: und beobachtet dich und findest heraus.
00:09:46: diesmal bremst mich gerade die Angst durch die Vernunft.
00:09:49: möchte mein Körper tatsächlich nicht weiter oder traue ich mich nicht obwohl da gleichzeitig Neugierde und Freude sind?
00:09:57: Und kühlerlich können wir diese Frage auch einmal anders um Stellen, bremst mich die Angst oder berät mich die Liebe.
00:10:05: Zum Beispiel in Malasana der Tiefen-Hocke.
00:10:08: Bleib mal einen Moment und nimm wahr wie sich die Haltung heute anfühlt.
00:10:13: Möchtest du ihr statisch bleiben?
00:10:15: Vielleicht bewegen, tiefer gehen, etwas zur Unterstützung dazu nehmen – oder noch ganz was anderes verändern!
00:10:24: Dann auch bei Kasanadi Krehe der setzen an unsere Hände auf, verlagern das Gewicht nach vorne und vielleicht hebst du einen Fuß.
00:10:32: Vielleicht auch beide.
00:10:34: beobachte besonders hier wer mit dir spricht.
00:10:37: ist es eine sinnvolle Grenze die Angst vor dem pass passieren könnte oder die Freude an dem was entstehen darf?
00:10:48: bada konassana der gewohnt der gebundene winkel?
00:10:51: ja wir legen die fußsohlen zusammen lassen die knie nach außen sinken.
00:10:55: vielleicht neigst du dich heute ein wenig nach vorne vielleicht auch nicht Dann wird es ruhig, spüre nach ohne gleich eine Antwort finden zu müssen.
00:11:05: Was nehme ich wahr?
00:11:06: Wenn ich mir selbst so höre!
00:11:10: Als ätherische Öle habe ich Siderwut dabei.
00:11:12: das möchte der Ruhe und Sicherheit schenken.
00:11:16: Ja die Ruhe um wahrzunehmen was in uns passiert.
00:11:19: dieser warme erdige Duft kann dich dabei sehr gut unterstützen.
00:11:23: Danach Wild Orange.
00:11:25: Wild Orange zeigt uns immer die Fülle und die Möglichkeiten Und vielleicht liegt da etwas vor uns, was wir übersehen.
00:11:33: Wenn wir v.a.
00:11:34: darauf schauen, was schiefgehen könnte.
00:11:36: Aber dieses frische Aroma möchte uns einladen, genau eben aus der Fülle heraus dieser Entscheidungen zu treffen.
00:11:44: Was könnte entstehen?
00:11:45: Was macht mir Freude und wohin zieht es mich?
00:11:50: Mein persönliches Resümee.
00:11:53: Manchmal quälen mich Entscheidungen und ich bemerke wie ich mich mit meinen Gedanken immer wieder im Kreis drehe... Noch ein Argument dafür, noch eines dagegen.
00:12:06: Und irgendwann bin ich der Antwort keinen Schritt
00:12:09: näher.".
00:12:10: Ich möchte üben das Gefühl und vor allem die Freude stärker in meine Entscheidung mit einzubeziehen – und ich bemerke dass gerade eben auch im Alter werden eine Chance liegt!
00:12:22: Es lässt sich nicht mehr alles beliebig auf später verschieben?
00:12:26: Natürlich bleibt der Wunsch nach Sicherheit aber gleichzeitig wächst in mir auch diese Gewissheit viel mehr um das Unerklärliche gehen darf, um den Wunsch etwas zu machen.
00:12:37: Obwohl es dafür vielleicht gar nicht so viele gute Argumente gibt.
00:12:42: Vielleicht gibt es manchmal nur dieses Gefühl – das möchte ich und auch was wenn ich gar nicht weiß, was ich will?
00:12:52: Es nur irgendwie spüre!
00:12:56: Meine Reflexionsfragen für dich Bei welcher Entscheidung drehe ich mich gerade im Kreis?
00:13:05: Welche Argumente werden dabei besonders laut?
00:13:10: Was davon ist Angst und wofür möchte sie mich beschützen.
00:13:18: Was würde ich wählen, wenn Freude bei meiner Entscheidung genauso wichtig wäre wie Sicherheit – und gibt es etwas zu dem es mich schon länger zieht, obwohl ich nicht genau erklären kann warum?
00:13:36: Welche Entscheidung würde ich treffen, wenn ich Sie nicht vor anderen begründen
00:13:41: müsste?".
00:13:44: Und welchem Gefühl in mir möchte ich vielleicht ein bisschen mehr vertrauen?
00:13:53: Ich finde ganz spannendes Thema.
00:13:55: Ich hoffe, dass du vielleicht auch den einen oder anderen Impuls finden konntest!
Birgit
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