#176 Verlieren und trotzdem gewinnen - geht das? Nishkama Karma
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00:00:00: Es ist Fußball-WM.
00:00:01: Wie geht es dir damit?
00:00:02: Bist du dabei, feuerst du deine Lieblingsmannschaft an bis du verzweifeltest Deutschland schon ausgeschieden ist oder sind hier all diese Tabellen und Punkte?
00:00:11: stand der gar nicht mal so wichtig.
00:00:14: Mir ist das alles relativ schnurz muss ich sagen.
00:00:18: Ich höre mir aber total gerne die Geschichten drum rum ran.
00:00:23: Wenn ich es jetzt jemandem gönnen würde oder gegönnt hätte, leider ist der Traum schon wieder ausgeträumt.
00:00:27: Dann wären's die Kavern gewesen mit ihrem Torwart, der so emotional reagiert hat.
00:00:34: Es gibt aber noch andere wunderbare Geschichten rund um die WM zum Beispiel von den Schotten und da geht es viel weniger ums Gewinnen ums Verlieren.
00:00:46: Und was wir da für einen Bogen finden zum Yoga und zu dem Begriff von Nishkama Karma, den du vielleicht noch gar nicht gehört hast das wollen wir erkunden in die nächsten Minuten hier in diesem Podcast.
00:01:00: Ich bin Evelyn und ich freue mich sehr dass du eingeschaltet hast!
00:01:03: Ich wünsche dir nun ein paar Momente der Inspiration und der Freude.
00:01:08: und ja los geht's.
00:01:16: Es war in der Zeit, in einem Artikel dort ging es eben um die Schotten.
00:01:21: Die Schottern lief fast in jeder Vorrunde bei diesen WMs schon ausscheiden und trotzdem immer wieder anreisen singen feiern Und ganze Städte liegen ihnen zu Füßen und wünschen sich ewige Freundschaft.
00:01:36: Also es geht den Schotts weniger um das Gewinnen und viel mehr um's dabei sein und um's miteinander.
00:01:45: Bei der WM-Gerade stand ein Brasilianer vor einem schottischen Fanpärchen und bittet sie um ein Foto.
00:01:53: Vermutlich als Erinnerung an seinen so besonderen Moment und ganz viel Freude, obwohl die Schotten kurz zuvor nach null zu drei verloren hatten.
00:02:02: Aber Sie licheln!
00:02:03: Sie feiern!
00:02:03: Sie verbreiten mit Dudelsäcken und Schottschottenrücken einfach gute Laune.
00:02:08: Und die schottische Frau sagt später das ist die Antwort auf die Frage warum sie überhaupt hier sind?
00:02:15: Miteinander und Freude.
00:02:17: Ja, ich habe darüber nachgedacht.
00:02:19: was hat das Ganze mit Yoga zu tun?
00:02:21: Und wie kann es unseren Alltag irgendwie auch ein klein wenig aufpimpeln?
00:02:26: gerade was das gute Laune sein oder laute Laune haben angeht können wir vielleicht das Ein- oder andere von den Schotten lernen.
00:02:36: Aber gucken wir erst mal im Yoga.
00:02:38: Und da gibt es eben in der Bhagavad Gita eine der Schriften, die wir Yogis als Grundlage nehmen den Begriff von Nishkama Karma.
00:02:51: und dieser Begriff beinhaltet folgendes ein Krishna sagt das zu Arjuna Das ist natürlich immer alles nur sinngemäß und nicht wortwörtlich übersetzt aus der Bhagavat Gita Du hast ein Recht auf dein Handeln, aber nie auf die Frucht deines
00:03:10: Handelns.".
00:03:11: Sagen wir es nochmal.
00:03:12: Du hast ein Recht auf deinen Handeln ,aber nie auf Die Frucht Deines Handels!
00:03:19: Also Nischkarmakarma nennt man das Handeln ohne Anhaftung an das Ergebnis.
00:03:28: Das klingt erstmal ungewohnt.
00:03:30: Kennen wir doch eher den Schnack gewinnen ist alles?
00:03:33: Oder war es womöglich, dabei sein ist alles?
00:03:36: Ja und nun gib einfach dein bestes.
00:03:39: Es ist egal was dabei rauskommt könnte man auch denken aber ich glaube es ist mehr als das!
00:03:46: Es ist eine Frage woran nicht meine Freude festmachen am Ergebnis oder am tun selbst also am dabei sein und am miteinander.
00:03:56: Mir geht es auch immer wieder so, wenn ich spiele total gerne.
00:04:00: Ob's jetzt Halmer ist, Activity, Hipster und ich gewinne auch richtig gerne!
00:04:04: Ich geb zu.
00:04:05: aber woran ich mich dann im Nachhinein richtig erinnere?
00:04:08: Ist etwas anderes.
00:04:10: nicht dass ich gewonnen habe sondern es ist eher was für einen Riesenspaß sich hatte eben mit den Menschen zusammen etwas zu machen.
00:04:19: Jeder hat sein Bestes gegeben und das Ergebnis ist eigentlich wurscht.
00:04:24: Zusammensein, gemeinbar etwas Neues ausprobieren vielleicht, lachen, grübeln – Das ist es was eigentlich zählt!
00:04:33: Und dann gibt es da den Philosophen Cetin Gürn, ich glaube, ich habe das einigermaßen ausgesprochen.
00:04:39: Der hat ein ganzes Buch geschrieben mit dem Titel der Score und seine Grundidee ist dass es eben ganz unterschiedliche Gründe geht warum wir spielen?
00:04:51: Manche spielen rein weg nur um zu gewinnen und am Ende die meisten Punkte zu haben und andere spielen weil das Spiel selbst Der Grund ist eben genau, dass Miteinander das ausprobieren.
00:05:03: Das gemeinsame Lachen – so geht es mir auf jeden Fall!
00:05:07: Es macht also einen riesigen Unterschied welche der beiden Motivationen gerade die Führung übernimmt.
00:05:15: und ist es nicht manchmal auch so?
00:05:18: Gebt es auch dort darum einfach das Beste zu geben?
00:05:23: doch ebenso geht es natürlich um den Prozess selber Yoga zu üben, sich so fühlen zu spüren und sich ganz bewusst erleben.
00:05:32: Das Miteinander von Körper Atem und Geist auch die Gemeinschaft diese Stimmung die überschwappt auf jeden einzelnen und das ist so verbindet wenn wir eben in einem Raum gemeinsam yoga üben.
00:05:47: es geht nicht um die perfekte Haltung sondern eben um dieses atmen schwitzen manchmal auch scheitern im raum und dass gemeinsam miteinander.
00:05:57: Kennst du das?
00:06:00: Diese Momente, in dem dir klar wird dass nicht das Ergebnis zählt sondern wie Du etwas machst mit Hingabe und weniger dem wie die Haltung aussieht und vielleicht eben auch wer mit Dir im Raum war Wie es sich angefühlt hat einfach üben und weitermachen Ja und die Schotten die sind diesmal auch wieder früh ausgeschieden aber sie singen weiter.
00:06:21: ist das nicht einfach fantastisch?
00:06:24: Lasst uns mal gucken, was wir in dieser Woche üben wollen.
00:06:28: Es darf ein wenig wackelig werden nicht weil die Haltung an sich das Ziel ist sondern weil gerade die Herausforderung spürbar wird.
00:06:36: es kommt also darauf an wohin geht der Weg oder wie fühlt sich der Weg an und nicht das perfekte Ergebnis?
00:06:45: Deswegen lasst uns Krieger drei üben ja den Halbmond, den Baum, den Tänzer Also all diese Haltungen Bein stattfinden wackelig sind, wo wir einen klaren Kopf haben müssen.
00:06:58: Aber wo wir uns einfach auch an diesem Prozess erfreuen – egal wie hoch am Ende das Bein ist!
00:07:05: Als zitärische Öle habe ich ausgesucht die wilde Orange.
00:07:09: Diese steht für Leichtigkeit Freude und beschwerte Energie Und ilang-ilang, da geht es um Verspieltheit.
00:07:16: Loslassen von Kontrolle und Bergabot die Selbstannahme das wir nicht immer im Vergleich sind.
00:07:25: Mein persönliches Resümee Eigentlich habe ich nie wirklich geglaubt dass man sich alles das oder dass sich alles immer nur am Ergebnis misst.
00:07:34: Ich freue mich wenn etwas richtig gut wird.
00:07:37: Na klar Aber das eine schließt ja das andere nicht aus Zum Beispiel über meiner Zusammenarbeit mit meiner Freundin Lexi.
00:07:44: Wir machen das Fun and More Festival zusammen, schon seit über twenty-fünf Jahren arbeiten wir zusammen.
00:07:51: dabei haben wir immer noch unglaublich viel Spaß!
00:07:55: Wir lachen, wir scherzen und wir schweifen ab und trotzdem geht es uns auch darum etwas so gut zu machen dass wir viele Menschen zu unseren Events bringen.
00:08:04: natürlich wollen wir auch erfolgreich sein Aber hier spüre ich ganz, ganz deutlich dass sich das Prinzip von Nishkarama-Karama genauso auf unsere Arbeit auswirken kann.
00:08:14: Und ist es nicht vielleicht bei ganz vielen und auch bei dir so?
00:08:17: Gerade an deinem Arbeitsplatz zählt doch da meist nur das Ergebnis der Umsatz des Projekts die Zahl am Ende des Quartals.
00:08:27: aber es ist nicht genau das Miteinander im Team das am Ende den Erfolg überhaupt erst möglich macht.
00:08:34: Ja, wie wir mit unseren Kollegen und Kunden umgehen.
00:08:37: Ob wir fair sind oder ob wir gemeinsam Freude finden an dem was wir tun Und ich glaube genau das ist es was am Ende auch das beste Ergebnis hervorbringen wird.
00:08:47: Es ist kein Nebeneffekt sondern zusammen mit der Freude die uns dort hinträgt.
00:08:52: Das ist nichts was ich mir einmal vorgenommen habe und jetzt kann Ich übe dass auch immer wieder diesen Prozess zu schätzen und nicht immer an das Ergebnis zu denken Ob nun beim Spielen oder auf der Mathe, ganz normalen Alltag oder eben auch bei der Arbeit.
00:09:11: Und wenn ich jetzt zurückdenke an dieses gemeinsame Foto von dem Brasilianer und dem Schotten dann fällt mir auf dass wir am Ende der Klassen auf unseren Events auch immer so gerne gemeinsame Fotos machen einfach weil sie spüren das wir gerade etwas geteilt haben Das größer war als das was auf dem Stundenplan stand Ja, vielleicht sollten wir das auch mal in unserem Studium machen.
00:09:32: Nach der Stunde einfach ein Gemeinschaftsfoto als Erinnerung für uns alle an diesen gemeinsamen Moment, an dieses Miteinander und an das Handeln und Ton ohne dass wir uns an dem Ergebnis am Ende festmachen.
00:09:48: Hier noch ein paar Reflexionsfragen für dich.
00:09:53: Wann habe ich zuletzt etwas getan?
00:09:56: Nur weil das Tun selbst schön war!
00:10:03: Und worin mache ich gerade fest, ob etwas gelungen ist?
00:10:07: am Ergebnis oder am Miteinander an dem Weg?
00:10:13: Und wem gönne ich grade etwas von Herzen und was macht das mit mir.
00:10:21: Was wollte sich verändern wenn ich im Team öfter auf das Miteinanderschaue statt nur auf die Zahl am Ende?
00:10:30: Ja, wir sind nun auch am Ende.
00:10:32: Ich danke dir das du bis ganz zum Schluss zugehört hast!
00:10:35: Ich hoffe dass es ganz viele Momente gibt wo du das Gefühl hast ja eine Schammerkammer genau.
00:10:40: ich tue etwas des Prozesses und des Bedeinanderwägens und nicht so sehr wegen dem Ergebnis denn das entwickelt sich dann meist von ganz selbst.
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