#174 Runterschlucken oder raus damit. Vishuddha

Shownotes

Runterschlucken oder raus damit?

Wann weißt du eigentlich, was wirklich wichtig ist zu sagen – und was lieber nicht?

In dieser Episode spreche ich über Vishuddha – das fünfte Chakra.

Das Kehlkopfchakra.

Den Kloß im Hals kennen wir alle.

Aber was steckt wirklich dahinter – und wie finden wir unsere eigene, klare Stimme?

Es geht nicht nur darum, was wir sagen.

Sondern wie wir es sagen – so dass der andere es hören kann.

Und Raum hat, sich selbst zu äußern.

Denn vielleicht beginnt echte Verbindung genau dort – wo zwei Wahrheiten nebeneinander Platz haben.

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00:00:00: Ja und da ist ja mal wieder dieser dicke, fette Kloß im Hals.

00:00:05: Ist er es dir vielleicht ermuntern möchte etwas Reines sagen zu müssen weil der Druck so groß ist?

00:00:11: Oder ist der Klooss nur da um uns zu verschließen damit wir etwas nicht aussprechen?

00:00:16: Tja vermutlich kann's mal so oder mal so sein Aber wir sind mittendrin schon im Thema dieser Woche, nämlich Chakra Nummer fünf Visuda Chakra.

00:00:26: Es geht um Kommunikation und ein ganz spannendes und interessantes Chakra, ein interessantes Energiezentrum wie ich finde.

00:00:35: es gibt ganz viele Aspekte die wir mit in unseren Alltag, unserem ganz normalen Alltag hineintragen dürfen Und Visuda bietet uns dazu einen starken und kräftigen Impuls.

00:00:48: Ich bin Evelyn, Gründerin des Urban Yoga Brems und ich freue mich sehr dass du heute wieder eingeschaltet hast.

00:00:54: Und die Überschrift lautet runter schluppen oder raus damit.

00:00:58: und lasst mir gleich zu Beginn die Frage an dich.

00:01:07: Welchen ist dir leicht klar an deutlich zu sagen was deine Wahrheit ist?

00:01:12: Was dir am Herzen liegt!

00:01:14: Und kannst Du Dich mit Worten zeigen?

00:01:16: Oder hältst Du DICH lieber

00:01:18: zurück?!

00:01:24: Aber schauen wir doch erstmal, was Visuda eigentlich bedeutet.

00:01:28: Es heißt der Reine oder die Reinheit.

00:01:33: Es sitzt in der Kehle und steht für alles, was mit Ausdruckstimme und Kommunikation zu tun hat – aber auf spannender Weise!

00:01:42: Für das Schweigen, das Unausgesprochene und das Zuhören.

00:01:47: Visuda wird dem Element Eta zu geschrieben.

00:01:51: Das hört sich schon wieder gleich so komisch an, nicht?

00:01:53: Also auf Hansgritt bedeutet das Akasha und das heißt so viel wie der Raum selbst unter das Unendliche da das was allen anderen Platz gibt.

00:02:08: Tja, und das finde ich ganz wichtig in diesem Zusammenhang.

00:02:11: Denn erst wenn Raum da ist können Worte entstehen – kann die Stimme fließen, kann das unausgesprochene endlich gehört werden!

00:02:23: Ja und wenn Vesuda im Gleichgewicht ist dann sprechen wir klar, ehrlich und auch mutig.

00:02:29: aber wir hören genauso gut zu wie wir sprechen.

00:02:35: Wenn nicht steckt es fest… dann ist da keine fließende Energie in diesem Bereich, im Hals, im Körper und im Leben.

00:02:46: Da greift das natürlich alles ineinander über.

00:02:51: Und deswegen lohnt es sich manchmal auch innezuhalten bevor wir sprechen, bevor wir wild drauf los plaudern.

00:02:58: was ist wirklich wichtig zu sagen?

00:03:01: Was bewirkt oder bewegt mich wirklich?

00:03:05: Und wie sage ich es?

00:03:07: so dass ankommen kann.

00:03:11: Und dann die andere Seite, wann muss etwas gar nicht gesagt werden?

00:03:15: Nicht alles was uns beschäftigt, muss auch ausgesprochen werden.

00:03:18: Manchmal ist es etwas nur verletzend ohne dass es etwas klärt und ohne das es etwas weiterbringt.

00:03:27: Wieso da fragt uns?

00:03:29: Spreche ich aus Klarheit oder aus einem Druck heraus?

00:03:34: Ja und genauso wichtig ist es auch wie wir sprechen und wie wir etwas sagen.

00:03:40: Da gibt es sehr, sehr große Unterschiede und etwas so zu sagen dass der andere es hören kann ist ein weiterer wichtiger Aspekt der hier bedacht werden darf.

00:03:53: Also wie formuliere ich etwas so das sich klar mache?

00:03:57: Das ist meine Wahrnehmung!

00:04:00: Das bewegt mich!

00:04:02: Das ist für mich wichtig ohne meine Worte zum Maß aller Dinge zu machen und ohne dem anderen den Raum zu nehmen, sich selbst zu äußern.

00:04:14: Denn wer so spricht macht Platz für sich selbst und für den Anderen!

00:04:21: Und wieso?

00:04:21: da lädt uns ein unsere Worte so zu wählen dass sie Brücken bauen und nicht mauern?

00:04:28: Dass wir sprechen ohne den andern zu verkleinern ohne unsere Wahrheit zur einzigen Wahrheit zu machen, denn auch der andere hat eine Stimme und auch der Andere hat seine Wahrheit seinen Gesichtspunkt, seinen Standpunkt, seinen Blickwinkel.

00:04:45: Und vielleicht beginnt echte Verbindung genau da, wo diese zwei Wahrheiten nebeneinander Platz machen – wo wir unser Gegenüber einladen mit unseren Worten sich zu äußern, sich zeigen.

00:05:00: Ohne uns selbst!

00:05:01: klein zu machen.

00:05:05: Wie können wir das auf der Matte üben?

00:05:07: Das ist sehr einfach, denn hier können wir wieder durch ganz konkrete Haltungen den Bereich unseres Halses öffnen aber auch durch den Atem wer natürlich durch die Käse fließt oder eben stockt wenn wir ihn anhalten.

00:05:22: Deswegen üben wir die Löwenpose.

00:05:24: Bisschen peinlich, aber es gibt auch Möglichkeiten da wie Peinlichkeit rauszunehmen und uns vielleicht wahrhaftig zu zeigen so mit Zunge raus und Blick nach oben und Atem raus und laut befreien und vollständig für alles was fest ist und das nun endlich mal raus darf.

00:05:41: oder auch der Hallarsana der Flug.

00:05:44: wir üben den Rund nicht so viel Druck auf die Halswirbelsäule kommt Aber sie dehnt den Hals und wir rollen uns ein.

00:05:52: Noch einmal wieder Matsya Sana, den Fisch.

00:05:55: und hat mir letzte Woche schon in dem Öffnen unseres Brustkorps wo natürlich die Kehle jetzt auch so richtig richtig weit wird.

00:06:03: Sich öffnen darf nach oben zur Welt!

00:06:05: Und das Herz und die Stimme in einer Haltung verbindet.

00:06:11: Als ätherische Öle habe ich Sperment mitgebracht.

00:06:14: Spermen möchte uns zum einen diese Klarheit... zeigen, also gerade wenn wir uns um Kreise drehen.

00:06:21: Aber es ermutigt uns eben auch das Auszusprechen was wirklich da ist.

00:06:26: Klar deutlich ohne Umwege aber gleichzeitig sanft!

00:06:32: Denn die eigene Stimme zu finden braucht eher Raum als diesen Druck.

00:06:37: und manchmal wenn der Druck und die Emotion so stark sind dann kommen nicht immer die besten Worte heraus.

00:06:43: deswegen erstmal Klarheit dann den Raum spüren und die eigene Stimme finden.

00:06:50: Mein ganz persönliches Resümee.

00:06:53: Ich stelle mir mein Inneres manchmal vor wie so lauter Zahngräder, die verbunden sind mit Riemen.

00:06:59: Und wenn eines davon ins Stocken kommt dann stocken alle anderen auch.

00:07:04: Und das merke ich auch ganz besonders, wenn es um Visuda geht.

00:07:07: Wenn ich etwas nicht ausspreche und zurückhalte statt zu sprechen, dann spüre ich es irgendwo anders.

00:07:13: Aber es geht auch nicht nur um dieses Aussprechen nach außen für mich sondern auch das Aussprechen für mich selber.

00:07:21: Das muss sich immer laut sein – das kann manchmal auch geschrieben sein!

00:07:25: Dann wirkt sich das nämlich auf alles aus, wenn etwas herauskommt und wenn ich auch etwas hineinlasse Wenn ich etwas so sage im Gespräch, dass sich mein Gegenüber nicht verletze sondern es eben aus dieser Reinheit und Klarheit kommt dann richtet sich das ebenfalls an mein System.

00:07:46: An dieses Zahnradsystem.

00:07:48: Und das darf dann weiter fließen ja das darf sich weiter bewegen.

00:07:56: also Es geht um innere und um äußere Kommunikation für mich Die Verbindung zu mir selbst und meinem Umfeld.

00:08:06: Und Vesuda erinnert mich daran wieder dran, dass meine Stimme kein Lärm ist sondern die Ausdruck davon ist wer ich bin.

00:08:13: Wenn ich sie so total unterdrücke dann unterdrückte auch mich.

00:08:18: aber wie gesagt es muss nicht immer laut sein.

00:08:20: das darf für mich selbst in der inneren Kommunikation und dem Ausdruck meiner Worte sein die vielleicht wie gesagt für mich häufig eben nur geschrieben sind.

00:08:32: Und wenn das ein Thema ist, was dich wieder berührt hat, dann habe ich noch ein paar Reflektionsfragen für dich.

00:08:39: Und zwar – Was halte ich gerade zurück und was kostet mich das?

00:08:45: Und gibt es etwas, dass ich schon lange aussprechen möchte aber ich mich nicht traue, ich es nicht wage!

00:08:53: Und wann hab' ich zuletzt wirklich gesagt, was mir am Herzen liegt?

00:09:00: Und welches?

00:09:01: in Anführungsstrichen?

00:09:02: Zahnrat in meinem Leben dreht sich grade nicht Und höre ich auch wirklich zu oder warte ich nur auf meine Antwort.

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