#167 Das Glück des optimalen Erlebens. Ende oder Anfang?

Shownotes

Wir sind am Ende des Achtfachen Pfades angekommen.
Oder doch am Anfang?
In dieser Episode spreche ich über die letzten beiden Glieder –
Dhyana und Samadhi.
Über Zustände, die ich im yogischen Sinne
wahrscheinlich nie vollständig erreichen werde.
Und trotzdem kenne ich sie.
Am Meer, wenn ich einfach nur den Wellen zuschaue.
Im Flow auf der Matte, wenn Musik und Atem und Bewegung eins werden.
In dem Moment, wenn nichts fehlt –
und ich einfach da bin.
Was der Psychologe Csikszentmihalyi
das Glück des optimalen Erlebens nannte,
beschrieb Patanjali vor Tausenden von Jahren
als das Ziel des gesamten Achtfachen Pfades.
Und ich bin auf dem Weg.
Mal weiter vorne.
Mal wieder ganz am Anfang.
Aber ich mache weiter.

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00:00:00: Ja wir haben Ende April, und wir nähern uns dem Ziel des achtgliedrigen Yoga-Pfads aus dem Yoga Sutra.

00:00:09: Wir wandeln seit Anfang des Jahres genau auf diesem Pfad und es gab schon super viele Impulse!

00:00:16: Und das Schöne ist dass diese Impulse eben aus dem achtgliederigen Pfad wunderbar auch in unser ganz normales Leben passen und hoffentlich ganz viele Impulse geliefert haben und jetzt am Ende noch mal liefern werden.

00:00:30: um bei uns selbst anzukommen, mit dem Alltag gut zurechtzukommen und genau eben hier ein paar Schritte zu entdecken die uns dabei helfen werden.

00:00:41: Also es geht noch mal um Diana und Samadhi eben dem siebten und achten Glied.

00:00:47: wir halten aber auch eine kleine Rückschau.

00:00:50: was haben wir alles mitgenommen aus dieser langen Reise?

00:00:53: Und natürlich geht es wieder darum, welche Assen das gut passen könnten und welche ätherischen Öle wir verwenden dürfen.

00:01:01: Also lass uns nicht mehr lange reden!

00:01:02: Ich bin Evelyn, freue mich super doll dass du hier bist und wünscht mir, dass wir uns im Urban Yoga Bremen auf der Matte sehen oder du ganz einfach sehr viel Freude bei dieser Episode hast.

00:01:21: Diana & Samadhi zwei Begriffe die im Yoga für etwas stehen, dass sich jetzt kaum noch so richtig in Worte fassen lässt, das vielleicht nicht mehr ganz so greifbar ist.

00:01:32: Aber probieren wir es mal!

00:01:34: Diana, das siebte Lied ist der Zustand tiefer Meditation also nicht eine Meditationstechnik, nicht eine Übung sondern tatsächlich den Zustand in dem wir uns so konzentrieren dass einem Strom ununterbrochene Aufmerksamkeit ohne Anstrengung und ohne Unterbrechung hingeben können.

00:02:02: Wir schweifen also nicht mehr ab, wir suchen nichts mehr!

00:02:07: Also ein ununterbrachener Strom der Aufmerksamkeit ohne anstrengende und ohne unterbrechungen.

00:02:13: so können wir dann den Zustand von Diana beschreiben Und Samadhi, das achte und letzte Glied ist dann der Zustand vollständiger Verbundenheit.

00:02:25: Also wir haben uns oder verbinden mit allem was um uns herum ist und fühlen uns eins.

00:02:33: Das Ziel des gesamten achtfachen Yoga-Farzes genau dass Denn auf Sanskrit bedeutet es alles so viel wie zusammenkommen samadhi zusammenkommen sich Vereinen, die Grenze zwischen mir und dem was mich umgibt löst sich auf.

00:02:53: Der Geist der Körper der Atem alles wird

00:02:56: eins.".

00:02:58: Ja dann stelle ich mir die Frage werde ich diesen Zustand im yogischen Sinne jemals wirklich erreichen?

00:03:05: Wahrscheinlich eher nicht!

00:03:07: Aber vielleicht ist das auch gar nicht der Punkt, denn im ganz Kleinen in winzigen Momenten des Alltags glaube ich dass ich ihn teilweise streife und ich glaube du auch.

00:03:18: Zum Beispiel wenn ich am Meer sitze und einfach nur die Wellen zuschaue eine nach der anderen oder immer wieder wenn ich in ein thema eintauche das mich wirklich fesselt und plötzlich merke ich bin vollständig hier voller Leidenschaft Und nichts zieht mich mehr woanders hin.

00:03:38: Vielleicht ist das mein Samadhi, klein, flüchtig – dafür real und es reicht mir erst mal vollkommen aus!

00:03:58: Zustand.

00:03:59: Und vielleicht kennst du das von dem Psychologen Michali und den Nachnamen, kann ich leider nicht aussprechen, Chikszentmihali oder so ähnlich ein sehr kompliziertes Wort der eben einen Buch geschrieben hat genau über diesen Zustand des Flows.

00:04:18: Er beschreibt es so dass wir in dem was wir tun vollständig aufgehen und alles andere verschwindet.

00:04:26: Keine Ablenkung, kein innerer Kritiker.

00:04:30: Nur diese eine Sache und wir mitten

00:04:32: drin.".

00:04:34: Er nannte das – und das finde ich wirklich ein ganz wundervolle Formulierung – Das Glück des optimalen Erlebens!

00:04:44: Und das klingt dem was Patanjali als Diana beschreibt doch eigentlich erstaunlich ähnlich.

00:04:52: Beide meinen eben genau diesen Zustand in denen der Geist aufgehört hat zu wandern und einfach fließt.

00:05:01: Also diese Verbindung mit allem Eins sich zu fühlen, das ist vielleicht noch ein bisschen weit weg aber trotz alledem können wir uns mit dem eins fühlen was wir gerade tun!

00:05:12: Und auch in meiner Aksa Asana Praxis bemerke ich dass wenn in die nächste und das eben auch im Rhythmus des Atems, aber auch dem Rhythmuss der Musik.

00:05:28: Musik, die mein Herz erreicht!

00:05:31: In diesen Momenten da denke ich nicht mehr.

00:05:34: Da plane ich auch nicht und da korrigiere ich nicht.

00:05:36: Ich fließe einfach und genau da.

00:05:39: in diesem Fließen komme ich dann eben auf der Matte in einem Zustand am nächsten.

00:05:48: Ja, lass uns doch mal eben ganz kurz zurückschauen auf alle acht Glieder.

00:05:52: Kurz innehalten und gucken welchen Weg wir schon eventuell komplett gemeinsam gegangen sind.

00:06:00: Wir hatten zuerst die Jamras Das war der Umgang mit anderen.

00:06:03: Wie begegne ich der Welt könnte man sagen?

00:06:06: Mit Ehrlichkeit, Mitgefühl, mit Respekt.

00:06:10: Und dann die Diamas Der umgang mit mir selbst.

00:06:14: Die begegniere ich mir Mit Selbstfürsorge Disziplin Hingabe, dann kamen Asana die Haltungen.

00:06:22: Es ging nicht um die Perfektion sondern um die ehrliche Haltung stabil und leicht zugleich.

00:06:31: Pranayama der Atem, die Energielenken den Atem ganz bewusst wahrnehmen und mich mit dem Jetzt verbinden.

00:06:42: Pratihara – Der Rückzug der Sinne oder wer oder was zieht Und was ist wirklich meins?

00:06:52: Dann hatten wir Dharana, die Konzentration den Geist auf einen Punkt richten.

00:06:58: Ruhig werden lassen und wirklich da sein!

00:07:03: Ja – und jetzt Diana der Flow wenn aus Übung sein wird, wenn der Geist aufer zu kämpfen und einfach fließt.

00:07:12: Unsa Madi das Ankommen, wenn nichts mehr fehlt, denn ich nicht mehr suche weil ich bereits….

00:07:22: Was wir mitnehmen dürfen.

00:07:25: Der achtfache Pfad ist kein Programm, das wir einmal absolvieren und dann abhaken.

00:07:32: Ich würde sagen es ist eher eine Richtung Eine Haltung, eine Einladung immer wieder neu hinzuschauen Und Schöne daran erendet.

00:07:43: nicht auf der Matte Ja, bei den Jamas und Nijamas wie begegne ich anderen?

00:07:50: Und wie begegnet mir selbst?

00:07:51: können wir das auch in jedem Gespräch, in jeder Begegnung und in jedem stillen Moment mit mir üben.

00:08:00: In unserer Asana-Praxis – auch das gilt tatsächlich im Alltag!

00:08:05: Denn wie halte ich mich in der Schlange im Supermarkt am Schreibtisch in einem schwierigen

00:08:11: Gespräch?!

00:08:12: Was sagt mein Körper?

00:08:15: Pranayama Ja, wenn der Druck steigt und der Tag vielleicht zu schnell wird.

00:08:21: Wenn ich mich verliere, dann darf ich meine Energie dorthin lenken, wieder mehr zur Ruhe zu kommen – zum mir zu kommen!

00:08:29: Manchmal reichen drei tiefe Atemzüge Und Pratiare.

00:08:36: kurz innehalten, das Handy weglegen und spüren was gerade wirklich da ist oder was nur von außen auf mich einströmt.

00:08:49: eine einzigen Sache wirklich begegnen.

00:08:52: Nicht multitasking, nicht halbherzig dabei sein sondern wirklich da sein mit voller Aufmerksamkeit!

00:09:02: Ja und Diana und Samadhi die Momente bewusst wahrnehmen in denen das Leben uns berührt am Meer, in der Natur im Fließen auf der Matte oder auch in der Tiefe eines Themas dass uns wirklich bewegt.

00:09:20: Das sind jetzt keine großen Sachen.

00:09:22: Es sind kleine, bewusste Entscheidungen – immer wieder mitten im Leben und vielleicht ist genau das der achtfache Pfad im Alltag!

00:09:35: Ja, welche Asanas können wir diese Woche üben?

00:09:38: Im Grunde genommen jede, denn es geht in dieser Woche ums Fließen.

00:09:44: Keine ausgefallenen Haltungen, keine Herausforderungen sondern eher klassische Assanas, somit einander verwoben dass wir in der Bewegung spüren können was wir in den vergangenen Wochen geübt haben.

00:10:00: Der Atem der uns trägt, der Blick der uns erdelt die Stille die entsteht wenn wir aufhören zu suchen und einfach fließen Und ich hoffe so sehr das genau das ein schöner Abschluss dieser Reise ist.

00:10:18: Als ätherisches Öl habe ich eine Mischung herausgesucht, Rx.

00:10:23: Denn manchmal verlieren wir den Faden.

00:10:25: Das ist es nicht dramatisch aber ganz leise und funktionieren im Rennen und im Reagieren.

00:10:32: Und irgendwann merken wir Wir haben uns selbst aus den Augen verloren und Rx erinnert uns daran wieder in Verbindung zu treten mit dem was uns wirklich trägt Mit unserer inneren Stimme in uns schon immer wissen.

00:10:51: Es räumt auf, ganz sanft!

00:10:53: Alles was uns davon abhält klar zu sehen Wer bin ich wirklich?

00:10:59: Was trägt mich?

00:11:01: Was darf ich loslassen?

00:11:04: Ein Öl für dich wenn du wieder zu dir finden möchtest?

00:11:10: Ja mein persönliches Resümee Wie dieser Weg begonnen hat damals vor langer Zeit mit einer Mathe und dem Gedanken das ist Bewegung mehr nicht.

00:11:21: Und dann, vielleicht in den ersten Momenten als ich den Flow richtig erleben durfte.

00:11:28: Wie ich spürte die Musik hat bei Herz erreicht, die Bewegung der Atem.

00:11:32: alles wird irgendwie eins.

00:11:35: und da habe ich gemerkt das ist irgendwie mehr als nur Bewegung.

00:11:40: Der achtfache Pfad hat mir gesagt oder nicht gesagt wer ich sein soll sondern er hat mir gezeigt wie ich immer klarer spüren kann wer ich wirklich bin, was mich trägt.

00:11:56: Was mich zieht.

00:11:57: Was mir wirklich entspricht und was

00:11:59: nicht.".

00:12:01: Okay!

00:12:01: Ich versuche gelassener zu werden – meine Gedanken und meinen Gefühlen nicht immer freien Lauf zu lassen.

00:12:08: Manchmal gelingt es?

00:12:10: Und dann wieder gar nicht.

00:12:12: Ich bin also weiter auf dem Weg….

00:12:14: …und ab und zu gehe ich auch wieder zurück auf Anfang und starte ganz neu diesen achtfachen Fahrt….

00:12:22: verankert sich etwas anderes, etwas Neues, etwas Tieferes.

00:12:27: Und so langsam aber stetig hoffe ich dass ich irgendwann am Ende sagen kann Ich habe es probiert!

00:12:35: Die Reise war geprägt von vielen Erlebnissen die das Leben mir geschenkt hat Dass ich mich wenn nicht soweit ist auch gut verabschieden kann.

00:12:47: Hier noch ein paar Reflexionsfragen für dich Welche?

00:12:52: Sehr Art Schritte berührt mich gerade am meisten und warum.

00:12:59: Wann habe ich zuletzt Flow erlebt, auf der Matte oder im Leben?

00:13:06: Und was nehme ich aus dieser Reise mit?

00:13:09: Wo möchte ich tiefer gehen in meiner Praxis oder auch in meinem Alltag?

00:13:16: Was bedeutet Ankommen für mich – und was wäre wenn ich schon da bin genau hier und genau jetzt?

00:13:29: Ich danke dir fürs Zuhören dieser Episode!

00:13:33: Und vielleicht sogar auch für den gesamten vergangenen Reise, die wir hier gemacht haben.

00:13:39: Ich hoffe du konntest einiges mitnehmen und ich wünsche mir dass wir uns bald begegnen oder du eben eventuell auch diesen Podcast weiterhörst oder auch weiter empfehlen.

00:13:53: Also bis ganz bald!

00:13:54: Tschau und tschüss!

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